TSV Ebermannstadt Damen unterliegen RSC Oberhaid in letzter Sekunde mit 45:48.
Auf diesen Tag haben die Korbjägerinnen des TSV Ebermannstadt lange hin gefiebert – der erste
Heimspieltag der neuen Saison gegen den RSC Oberhaid. Was folgte, war ein Basketballkrimi, der an Spannung kaum zu überbieten war und ein Finale bot, das Zuschauer wie Spielerinnen
gleichermaßen elektrisierte.
Schon zu Beginn zeigte sich: Hier begegneten sich zwei Teams auf Augenhöhe. Das erste Viertel verlief ausgeglichen, mit leichten Vorteilen für den TSV, der sich durch eine konzentrierte Teamleistung ein knappes 11:10 erspielen konnte. Im zweiten Viertel gelang es Ebermannstadt, sich einen minimalen Vorsprung zur Halbzeit zu sichern – 17:14 lautete das Viertelergebnis, zur Pause stand es somit 28:24.
Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Gäste aus Oberhaid sichtlich verbessert. Mit aggressiver Defense und gutem Umschaltspiel drehten sie das dritte Viertel zu ihren Gunsten – 5:8
lautete das magere, aber intensive Ergebnis, das den Vorsprung des TSV auf einen Punkt schrumpfen ließ.
Showdown im letzten Viertel Im Schlussabschnitt nahm das Spiel dann richtig Fahrt auf. Ein Dreier von RSC-Spielerin Lingrön brachte die Gäste in Führung, doch TSV-Spielerin Wenzel antwortete postwendend ebenfalls mit einem Treffer von jenseits der 6,75-Meter-Marke – sinnbildlich für den offenen Schlagabtausch in dieser Phase.
Mit 42:42 ging es in die letzten Minuten – die sogenannte Crunchtime. Als Oberhaid 10,8 Sekunden vor Schluss auf 45:42 stellte, nahm TSV-Coach Wiese seine letzte Auszeit. Der Plan war klar: ein sauber ausgespielter Spielzug, ein Block, und dann ein offener Dreier. Gesagt, getan – Hübschmann bekam den Ball, nahm Maß und versenkte den Wurf eiskalt.
Die Halle stand Kopf, das Spiel schien in die Verlängerung zu gehen – doch noch waren 2,3 Sekunden auf der Uhr. Nun war es der RSC-Coach, der zur letzten Auszeit bat. Ein letzter Einwurf, ein letzter Wurf. Die TSV-Defense stand gut, doch Oberhaids Böttcher ließ sich nicht beirren. Sie bekam den Ball und traf mit der Schlusssirene. Ein absoluter Wahnsinns-Dreier zum 45:48-Endstand.
So bitter diese Niederlage für den TSV Ebermannstadt auch war, sie war zugleich ein Beweis für den Kampfgeist und das Potenzial dieser Mannschaft. Trotz des unglücklichen Endes war Coach Wiese stolz auf die Leistung seines Teams. Und bei der anschließenden gemeinsamen Pizza in der TSV-Gaststätte kehrte das Lächeln schnell zurück.