TSV Ebermannstadt 1 vs. DJK Eggolsheim 2 (36:42) 75:80
Am 17. Spieltag der Herren Basketball-Bezirksoberliga kam es zum Derby zwischen dem TSV Ebermannstadt und der DJK Eggolsheim 2. In einem sehr unterhaltsamen Spiel kämpften sich die Ebser nach einer hohen Gäste-Führung zurück ins Spiel, doch mussten sich am Ende trotzdem knapp mit 75:80 geschlagen geben.
Die Vorzeichen standen nicht gut für Ebermannstadt, mussten sie neben ihrem verletzten Kapitän Kilian Hack auch auf den zweiten „Riesen“ unter dem Korb Sebastian Wilhelm verzichten, während die Eggolsheimer mit voller Kapelle inklusive 2 Meter und 2,14 Meter Mann aufliefen.
Nicht nur die Größenvorteile bescherten den Gästen den besseren Start. Sowohl defensiv als auch offensiv kam Eggolsheim viel aggressiver und wachsamer aus den Startlöchern und führte nach zwei Minuten bereits mit 0:10. Bis auf einen Dreier von Ari Richter wollte beim TSV nichts fallen und so blickten die zahlreichen Ebser Zuschauer nach fünf Minuten beim Stand von 3:17 schon einem Debakel entgegen. Nach einer Auszeit von Coach Hauser hatten seine Spieler defensiv zwar etwas mehr Zugriff, doch bei Eggolsheim fielen im ersten Viertel auch die gut verteidigten Distanzwürfe. Zumindest offensiv gelang den Weiß-Blauen nun etwas mehr und sie brachten bis zur Viertelpause noch einige Punkte auf die Anzeigetafel (16:29).
Das zweite Viertel schien das gleiche Bild zu zeigen und die gut zusammenspielenden Gäste punkteten munter weiter. Bis zur 14. Minute bauten sie die Führung auf 18:36 aus. Den Zuschauern konnte man anhand der sinkenden Lautstärke den Schock anmerken, während die Eggolsheimer mit vollgepackter Auswechselbank und mitgereisten Fans jeden Korb ihrer Spieler lautstark feierten. Doch ab Mitte des zweiten Viertels wurden die Wiesentstädter – allen voran der flinke Ari Richter – mutiger und punkteten vor allem durch den Zug zum Korb, oder an der Freiwurflinie. So konnten die Gäste noch nicht entscheidend davonziehen. Ganz im Gegenteil: Mit dem erneuten Erwachen der Fans in der Stadthalle spielte sich der TSV in einen kleinen Rausch und legte einen 9:0 Lauf aufs Parkett. Vor allem David Stadter zeigte mit seiner Schnelligkeit und agilen Abschlüssen bereits in der ersten Halbzeit, dass er mal wieder nicht zu verteidigen ist. Den Schlusspunkt setzte nochmals Eggolsheim mit einem wilden Buzzer-Beater zum Halbzeit-Spielstand von 36:42.
In der Halbzeitansprache, die sogar von einer Reporterin des Trikotsponsors Spized aufgenommen wurde, zeigte sich Hauser zufrieden mit dem Aufbäumen seiner Truppe und forderte weiterhin vor allem den Zug zum Korb für die zweite Hälfte. Veteran Sebastian Metzner kam gut aufgelegt aus der Kabine, netzte erst von außen und anschließend auch unter dem Korb. Stück für Stück kämpften sich die Weiß-Blauen nun heran und vernagelten in der Defensive den eigenen Korb.
In der 27. Minute übernahm der TSV nach Dreiern von David Stadter und Flo Glöckner das erste Mal in diesem Spiel die Führung und die Stimmung in der Stadthalle kochte (52:51). Nachdem die Eggolsheimer direkt nach ihrer Auszeit punkteten, sorgte der überragende David Stadter mit sechs weitern Punkten dafür, dass seine Mannschaft auch nach dem dritten Viertel die Führung innehatte
(58:56).
Es war nun ein Derby, wie es sich alle nur wünschen konnten: Spannend, intensiv und hochklassig. Eggolsheim spielte weiter clever zusammen und holte sich die Führung zurück, während David Stadter sein Team im Alleingang mit spektakulären Körben im Spiel hielt. Auch wenn die Gäste drei Verteidiger auf ihn jagten, er punktete entweder am Korb, an der Freiwurflinie oder per Dreier. Unglaubliche 42 Punkte standen für den Ebser Topscorer am Ende zu Buche.
In der 39. Spielminute unterliefen den Weiß-Blauen dann aber zwei kostbare Ballverluste, die die Eggolsheimer per Fastbreak zur 4-Punkte Führung nutzten. Die letzten Minuten versuchten die Ebser nun durch Fouls die Zeit anzuhalten, doch in der Offensive hatten sie kein Wurfglück mehr und so mussten sie am Ende den Eggolsheimern zum knappen aber vor allem aufgrund des starken ersten Viertels verdienten Derbysieg gratulieren.
Nichtsdestotrotz waren die Spieler stolz auf die gezeigte Kampfleistung und wollen diese Mentalität nach der zweiwöchigen Osterpause auch in die letzten drei Saisonspiele mitnehmen.