Bezirkspokal Herren 1 – Samstag 01.10.2016
TSV Ebermannstadt – ATS Kulmbach 64 : 74
Den ersten Härtetest gab es für die Ebermannstädter Bezirksliga-Basketballer bereits vor dem Saisonauftakt. Im Bezirkspokal ging es gegen die Klassenhöhere Mannschaft ATS Kulmbach. Die Kulmbacher waren vergangene Saison um ein Haar am Aufstieg in die Bayernliga vorbeigeschrammt. Damit war vor dem Spiel bereits klar, wer als Favorit gehandelt wurde. Davon wollten sich die jungen Wilden um Coach Otto Hauser allerdings nicht beeindrucken lassen und nahmen sich vor mit ihrem teamorientierten Basketball der Vorsaison das Spiel so lange wie möglich offen zu halten.
Dass das kein leichtes Unterfangen werden würde zeigte sich bereits in den ersten Minuten. Die Kulmbacher kamen mit einer sehr intensiven Verteidigung ins Spiel und machten es den Hausherren zunächst schwer ins Spiel zu finden. Verlassen konnten sich die Wiesentstädter zunächst hauptsächlich auf ihre Verteidigung. In der hart umkämpften Partie gab es zwar nicht so viele Punkte dafür hart arbeitende Teams zu sehen. Das erste Viertel gestaltete sich demnach auch ausgeglichen und ging mit 17:15 nur knapp an die Gastmannschaft.
Der zweite Spielabschnitt zeigte den etwa 40 Zuschauern ein ähnliches Bild. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Auf Seiten der Ebermannstädter war die Verteilung der Punkte auffällig. So konnten sich immer wieder verschiedene Spieler in die Punktespalte eintragen. Das unterstreicht auch wieder die Ausgeglichenheit im Team die bereits in der letzten Saison eine der Stärken war. Probleme hatte das Heimteam einzig mit leichten Fehlern die den Kulmbachern immer wieder Punkte ermöglichten. Diesen gelang es damit auch die Halbzeit knapp mit 38:37 für sich zu entscheiden.
In der Halbzeitpause gab es aufgrund des geringen Defizits allerdings keinen Groll sondern hauptsächlich Lob. Trainer Hauser zeigte sich mit der Einstellung hochzufrieden und spornte seine Mannen an, dieses Spiel auch in den zweiten 20 Minuten genau so weiterzuführen. Bestärkt wurde der Trainer dabei auch von Jungspund Hans Müller: „Wir spielen genau richtig. Wenn wir diesen Druck aufrecht erhalten können wir sie knacken!“
Das dritte Viertel wurde demnach genauso fokussiert angegangen. Der Wechsel von Zonen- und Mannverteidigung brachte den Gegner immer wieder in Bedrängnis. Wieder waren es jedoch ungewohnte Fehler in der Offensive und immer wieder Ballverluste, die verhinderten, dass man sich absetzen konnte. Stattdessen blieb das Spiel ausgeglichen und auch vor dem Schlussviertel stand ein beachtliches 53:55.
Hier zeigte sich jedoch die kleinere Rotation der Heimmannschaft. Nur 8 Leute waren im Spielbogen eingetragen und durch Foul- und Verletzungsprobleme waren nur noch 6 Spieler einsatzbereit. Das intensive Spiel der ersten drei Viertel machte sich in dieser Phase doch bemerkbar denn die Kulmbacher begannen das Viertel mit einem starken 17:4 Lauf. Den Wiesentstädter drohte die Partie nun zu entgleiten. Mit der immer richtigen Einstellung und einer Energieleistung gelang es nun aber noch einmal das Ruder herumzureißen und das Spiel ordentlich zu Ende zu führen. Am Ende stand ein 64:74 und damit das Pokalaus in der ersten Runde für die Ebermannstädter Basketballer.
Diese Leistung gilt es nun richtig einzuordnen. Schmerzt zunächst die entgangene Chance gegen die Ligahöheren bei einem Spiel auf Augenhöhe zu gewinnen überwiegt doch ein gutes Gefühl. Die Probleme waren einerseits der frühen Form vor Saisonbeginn geschuldet weswegen das Zusammenspiel und die Abstimmung an manchen Punkten noch nicht optimal funktionierten. Außerdem kostete das hohe Tempo und das körperliche Spiel viel Kraft, die am Ende nicht mehr ausreichend zur Verfügung stand. Am kommenden Wochenende geht es also optimistisch in den Saisonstart beim ersten Spiel in Lichtenfels.
Für den TSV spielten:
Sebastian Wilhelm 10, Stefan Blos 14, Michael Theiler 3, Florian Glöckner 8, Sebastian Metzner 10, Thomas Kurth 4, Kilian Hack 7, Hans Müller 8.